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Tabellarischer Lebenslauf

Das Ziel eines Lebenslaufs ist es nicht in erster Linie alle Daten, die es zu Ihrer Person gibt, auf ein Blatt Papier zu bringen. Es ist vielmehr wichtig, dass Sie vor allem solche Daten verwenden, die Ihrer Bewerbung zweckdienlich sind. Denn eigentliches Ziel Ihres Lebenslaufs ist es, den Leser zu überzeugen und zwar mit Fakten.



Diese Fakten können Sie in einem tabellarischen Lebenslauf gut präsentieren. Machen Sie sich Notizen zu Ihrem tabellarischen Lebenslauf.Der Leser kann nämlich im Gegensatz zum ausformulierten Lebenslauf schnell den Text erfassen und die für ihn wichtigen Punkte kontrollieren. Achten Sie also auf einen klar strukturierten Aufbau, denn der Leser hat meistens mehrere Bewerbungen zu bearbeiten. Je besser Sie die Informationen aufbereiten, desto schneller kann der Leser lesen und desto mehr Informationen kann der Leser auch aufnehmen.

Aufbau Tabellarischer Lebenslauf

Folgende Gliederungseinheiten für die Hauptpunkte bieten sich für den Lebenslauf an:

PERSÖNLICHE DATEN
PERSÖNLICHE ANGABEN

AUSBILDUNG
BERUFSAUSBILDUNG
SCHULISCHE DATEN
AUSBILDUNGSDATEN
SCHULAUSBILDUNG

BERUFLICHE TÄTIGKEITEN
BERUFLICHE PRAXIS
BERUFLICHE DATEN
BERUFSPRAXIS
BERUFSERFAHRUNGEN
BERUFSTÄTIGKEITEN

WEITERBILDUNG
KURSE UND LEHRGÄNGE
KENNTNISSE UND FÄHIGKEITEN
BESONDERE STÄRKEN
BESONDERE KENNTNISSE
SPRACHKENNTNISSE
EDV-KENNTNISSE

EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT
MITGLIEDSCHAFTEN
HOBBYS

Dies ist der grobe Aufbau, an den Sie sich halten können. Der tabellarische Lebenslauf muss eine Überschrift tragen und zwar "Lebenslauf". Sie sollten die Überschrift hervorheben, yum Beispiel durch Fettdruck und/oder durch eine größere Schrift.

Die Gliederungspunkte sind auch deutlich zu kennzeichnen, wobei sie sich aber von der Überschrift unterscheiden sollten. Damit eine gute und schnelle Lesbarkeit gewährleistet ist, verzichten Sie auf unnötige Zeichen in den Gliederungspunkten, wie den Doppelpunkt oder Nummerierungen.

Der Aufbau ist chronologisch zu gestalten in den einzelnen Unterpunkten. Dabei ist es Ihrem Geschmack überlassen, ob Sie die älteren Daten am Anfang oder am Ende eines Unterpunktes anordnen. Bewerber, die schon über praktische Erfahrungen verfügen, verfassen den tabellarischen Lebenslauf am besten in umgekehrter zeitlicher Reihenfolge, das heisst, dass zuerst die neusten Daten erscheinen.

Den zweiten aufgeführten Hauptpunkt können Sie auch noch weiter unterteilen in SCHULE, AUSBILDUNG und STUDIUM.

Am Ende des tabellarischen Lebenslaufs schreiben Sie den Ort, das Datum und Ihre Unterschrift und zwar alles handschriftlich. Erst dann ist der tabellarische Lebenslauf perfekt.

Formatierungen und Länge

Sie erleichtern dem Leser mit einigen Formatierungen das schnelle Aufnehmen der wichtigen Informationen. Bringen Sie Ordnung in Ihren tabellarischen Lebenslauf.So können Sie durch Fettdruck, Unterstreichung oder einem größeren Schrifttyp wichtige Wörter hervorheben. Solche Formatierungen sind zum Beispiel beim Schulabschluss, beim Ausbildungsabschluss oder bei einer zum ausgeschriebenen Job passenden Weiterbildung angebracht. So bemerkt der Leser die Ihnen am wichtigsten erscheinenden Informationen schnell. Als Hervorhebung eignen sich also:

  • Fettdruck
  • Unterstreichung
  • Schriftgröße

Nicht geeignet sind dagegen Kursivdruck oder gar farbige Schrift.

Bei der Länge des Lebenslaufs scheiden sich auch wieder die Geister (Experten). Viele plädieren vehement für nur eine Seite. Wenn Sie aber schon viel Berufserfahrung gesammelt haben oder sich kontinuierlich weiterbilden, dann müssen Sie die Schriftgröße schon sehr klein wählen, damit überhaupt alle Daten auf eine Seite passen. Natürlich sollte ein tabellarischer Lebenslauf so kurz wie möglich sein, aber auch nur so kurz wie nötig. Schließlich wollen Sie mit sich werben und wenn dazu eine Seite nicht ausreicht, dann nehmen Sie eben zwei.

Die Fürsprecher des einseitigen Lebenslaufs wenden immer wieder ein, dass dieser durch seine Kürze schneller durchgearbeitet werden kann. Wenn der Leser dann noch mehr Informationen braucht, wird er diese schon in den beigefügten Anlagen finden. Falls Sie aber sehr viele Anlagen beigefügt haben, dann ist es mitunter schwerer, die interessierenden Informationen herauszufinden. Sie machen es dem Leser also leichter, wenn Sie alle für die ausgeschriebene Stelle wichtigen Daten auch in den Lebenslauf schreiben. Die Anlagen dienen dann nur noch zur Kontrolle, die der Leser auch begutachten wird. Dies tut er aber nur, wenn Sie ihn mit Ihrem tabellarischen Lebenslauf überzeugt haben.

Einzelne Unterpunkte

In den folgenden Unterpunkten werden Ihnen einige Hinweise gegeben, welche Informationen in Ihren Lebenslauf gehören. Zuerst sollten Sie aber ein Brainstorming durchführen. Schreiben Sie alles auf, was irgendwie relevant für die neue Stelle sein könnte. Dann ordnen Sie die gesammelten Informationen den einzelnen Unterpunkten zu. Danach bewerten Sie die einzelnen Informationen noch einmal nach Ihrer Wichtigkeit und entscheiden, welche Informationen dann als Fakten in Ihrem Lebenslauf aufgenommen werden sollen.

Bei den Persönlichen Daten geben Sie den Namen, Vornamen, Geburtstag, Geburtsort und Wohnort an. Geben Sie die grundlegenden Daten über sich im tabellarischen Lebenslauf an.Bei den Persönlichen Daten geben Sie den Namen, Vornamen, Geburtstag, Geburtsort und Wohnort an. Zusätzlich können Sie auch noch Angaben zum Familienstand und der Anzahl der Kinder machen. Die Staatsangehörigkeit müssen Sie eigentlich nur angeben, wenn dies extra verlangt wird.

Viele Auszubildende machen noch Angaben zu den Eltern und den Geschwistern, um den Lebenslauf zu füllen. Diese Angaben können völlig weggelassen werden, wenn Sie nicht gerade mit Ihren Eltern angeben wollen. Schließlich wollen Sie ja nach Ihren Eigenschaften bewertet werden und nicht nach den Berufen Ihrer Eltern.

Bei den schulischen Daten geben Sie an, in welchen Zeiträumen Sie welche Schule besucht haben. Die Angaben sollten unbedingt auch den höchsten Schulabschluss enthalten, den Sie erreicht haben. Bei sehr berufserfahrenen Bewerbern reicht es aus, wenn Sie einfach nur den Schulabschluss mit der Note vermerken. So haben Sie dann Platz für die wirklich wichtigen Fakten.

Bei der Berufsausbildung schreiben Sie wieder den Zeitraum auf, in der Sie die Ausbildung absolviert haben. Außerdem ist es auch wichtig zu vermerken, bei welcher Firma Sie die Ausbildung durchgeführt haben. Auch hier können sie wieder den erreichten Abschluss und die Note angeben. Vermerken Sie auch die Aufgabengebiete, mit denen Sie betraut wurden und/oder die Ihnen besonders Spaß gemacht haben.

Falls Sie ein Studium absolviert haben, geben Sie die Studiendauer, den Studienort, das Fach und die Schwerpunkte an. Auch das Thema Ihrer Diplomarbeit und die Diplomnote können wichtige Fakten sein, die dann Teil Ihres Lebenslaufs sein sollten, wenn das Thema der Diplomarbeit mit der angestrebten Stelle in Beziehung steht.

Unter dem Unterpunkt Berufliche Tätigkeiten machen Sie Angaben über Art, Zeitraum und Inhalt Ihrer Beschäftigungsverhältnisse. Es ist wichtig, dass Sie nicht nur eine bloße Aufzählung vornehmen, sondern deutlich machen, was Sie für Ihre bisherigen Arbeitgeber geleistet haben. Dies gelingt Ihnen am besten, wenn Sie vor allem auf die Inhalte Ihrer Tätigkeiten eingehen. So bietet es sich an, im Lebenslauf nicht nur folgendes zu schreiben:

  07/2002 - 05/2008 Sachbearbeiter ABC Services

sondern Ihre einzelnen Stationen viel detaillierter auszugestalten:

  07/2002 - 05/2008 Sachbearbeiter in der Abteilung Marketing der ABC Services

Tätigkeiten:
  • Erstellung von Wettbewerbsanalysen
  • Erstellung von Benchmarkingstudien
  • Verantwortlicher der Online-Marketing-Maßnahmen ab 02/2002 (gesamte Konzeption, Durchführung, Koordinierung, Kontrolle)
  • Konzept der internen Weiterbildungsoffensive für Mitarbeiter im Bereich Marketing in Kooperation mit der Personalabteilung

Bei höheren Positionen können Sie dann auch noch auf Ihren Verantwortungsbereich hinsichtlich der zu führenden Mitarbeiterzahl oder des zur Verfügung stehenden Budgets hinweisen.

Dann kommt der nächste Unterpunkt, nämlich der Bereich Weiterbildung und Besondere Kenntnisse. Hiermit machen Sie klar, wie wichtig Ihnen Ihr Beruf ist und wie engagiert Sie sind. Sie sollten vor allem solche Weiterbildungen und Kenntnisse vermerken, die im angestrebten Job auch benötigt werden. Wenn Sie einen Aquarellkurs an der VHS besucht haben, dann ist es nicht unbedingt erwähnenswert, wenn Sie sich als Sekretärin bewerben. Wenn Sie sich dagegen als Museumspädagoge bewerben, dann kann so ein Kurs schon wichtig sein.

Der Leser Ihres Lebenslaufs soll vor allem erkennen, dass Sie sich weiterentwickeln und nicht auf der Stelle stehen bleiben. Besonders wenn Sie sich aus der Arbeitslosigkeit bewerben, ist dies die Grundlage einer erfolgreichen Bewerbung. Wenn Sie schon drei Jahre arbeitslos sind und sich im Lager bewerben, dann müssen Sie wenigstens auch einen Staplerschein haben. Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist das für den Leser Ihrer Bewerbung ein Zeichen, dass Sie nur wenig motiviert sind.

Wichtige Fakten können Sie auch in weiteren Unterpunkten, wie Auslandsaufenthalte oder EDV-Kenntnisse vermerken. Sie machen damit den Leser noch mehr auf Ihre Fähigkeiten aufmerksam und deuten an, dass Ihnen diese Fähigkeiten besonders wichtig für den neuen Job erscheinen.

Mit dem letzten Unterpunkt, egal wie Sie ihn nennen oder aufteilen, geben Sie Ihrem Lebenslauf eine persönliche Note. Geschafft - mit einem perfekten tabellarischen Lebenslauf erfolgreich bewerben!Hier zeigen Sie, womit Sie sich besonders beschäftigen oder ob Sie sich engagieren. Wenn Sie sich yum Beispiel zum ersten Mal für eine Führungsposition bewerben, können Sie Mitgliedschaften in Verbänden angeben, mit den Tätigkeiten, die Sie dort ausführen. Es muss hervorgehen, dass Sie auch schon Führungsverantwortung in kleinerem Rahmen übernommen haben.

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