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Vorstellungsgespräch

Wenn Sie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten, dann haben Sie schon die erste Hürde übersprungen. Das Vorstellungsgespräch als Ziel. Sie passen gut in das Stellenprofil und haben den Arbeitgeber überzeugt. Nur deshalb werden Sie eingeladen. Dies sollte Ihnen eine Portion Selbstvertrauen geben. Sie dürfen aber nicht denken, dass Sie es nun schon geschafft haben. Denn sicherlich werden Sie nicht der Einzige sein, der zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Deshalb müssen Sie bei der Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs genauso gewissenhaft wie beim Bewerbungsschreiben vorgehen.



Vorbereitung

Am besten Sie informieren sich noch einmal über den Arbeitgeber genauer und fassen Ihre Erkenntnisse stichpunktartig auf einem Zettel zusammen. Gehen Sie auch noch einmal Ihr Bewerbungsschreiben durch, damit Sie überhaupt wissen, was Sie geschrieben haben.

Kleidung

Ihre Kleidung sollte dem angestrebten Job angemessen sein. Übertreiben Sie es nicht, aber untertreiben Sie es auch nicht. Sie brauchen sich nicht in Kleidung zwängen, die Ihnen nicht gefällt. Auch ein Schlips ist nicht immer angesagt, auch wenn es natürlich einen guten Eindruck bei vielen Arbeitgebern hinterlässt. Denken Sie auf alle an das Motto: Wenn Sie zur Tür hereinkommen, dann werden Sie nach Ihrem Hut beurteilt, wenn Sie zur Tür hinausgehen nach Ihrem Kopf. Sie müssen also den Arbeitgeber nur von Ihren Fähigkeiten überzeugen, dann ist alles andere zweitrangig.

Pünktlichkeit

Gerade in der Großstadt kann es bei der Anreise zu unvorhersehbaren Problemen kommen, die dazu führen, dass Sie wertvolle Zeit verlieren. Planen Sie diese Verzögerungen, wie Stau oder Pannen, großzügig bei Ihrer Anreise mit ein. Ist der Anreiseweg zum Vorstellungsort nicht zu weit, können Sie einen Tag vorher auch schon mal die Anreise unternehmen und genau herausfinden, wo sich das Unternehmen überhaupt befindet. Sie ersparen sich damit am eigentlichen Vorstellungstag eine unnötige Suche. Wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, dann informieren Sie den Arbeitgeber, dass Sie sich verspäten werden, und zwar vor dem vereinbarten Termin.

Das eigentliche Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch ist für viele Bewerber eine schwierige Situation, da sie ungewohnt ist. Lassen Sie sich aber nicht verrückt machen. Eine gewisse Nervosität ist normal und fließt meist auch nicht in die Bewertung über Sie mit ein. Wichtig ist, dass Ihre Aussagen im Vorstellungsgespräch mit den Angaben aus dem Bewerbungsschreiben und dem Lebenslauf übereinstimmen. Am besten bereiten Sie sich ein wenig zu Hause vor, denn die gestellten Fragen ähneln sich doch meistens. Auf folgende Fragen sollten Sie vorbereitet sein:

  • Was sind Ihre Stärken?
  • Was sind Ihre Schwächen?
  • Wie glauben Sie unserem Unternehmen helfen zu können?
  • Wo haben Sie schon überall gearbeitet?
  • Welche Vorstellungen haben Sie vom Job?
  • Warum bewerben Sie sich bei uns?
  • Warum waren Sie 3 Jahre arbeitslos?
  • Warum haben Sie Ihre Ausbildung abgebrochen?
  • Haben Sie sich noch woanders beworben?
  • Was haben Sie bisher unternommen, um einen neuen Job zu erhalten?
  • Wurden Sie auch Überstunden absolvieren?
  • Welche Bezahlung erwarten Sie?
  • Haben Sie die Motivation, Weiterbildungsmaßnahmen zu besuchen?
  • Streben Sie bei uns höhere Positionen an?
  • Was für Hobbys haben Sie?
  • Schauen Sie TV und wenn ja, welche Sendungen?

Es fallen Ihnen sicherlich noch ein paar mehr Fragen ein. Wenn Sie sich mit vielen Fragen vorher schon beschäftigen, dann können Sie im Vorstellungsgespräch schneller und besser antworten. Seien Sie ehrlich und geben Sie Schwächen zu. Für schwierige Lebensphasen, wie Arbeitslosigkeit oder Ausbildungsabbruch, sollten Sie immer eine nachvollziehbare Begründung haben. Es muss aber erkennbar sein, dass Sie motiviert sind.

Beantworten Sie die Fragen nicht zu kurz, sondern in ausführlichen Sätzen. Am besten bereiten Sie sich auch auf ein paar Fragen vor, die Sie selbst dem Arbeitgeber stellen können. Sie zeigen damit Interesse. So könnten Sie zum Beispiel auf einen Presseartikel verweisen, in dem über das Unternehmen berichtet wurde. Folgende Fragen sind darüber hinaus denkbar:

  • Wie ist die Mitarbeiterstruktur?
  • Gibt es Weiterbildungsmaßnahmen?
  • Wer wäre mein Chef?
  • Welcher Abteilung wäre ich zugeteilt?
  • Was sind meine Aufgaben im Speziellen?
  • Kann ich bei gegebener Leistung in höhere Positionen aufsteigen?
  • Wie sicher ist mein Job?
  • Welche Auftraggeber hat das Unternehmen?
  • Wie hoch ist das Gehalt?
  • Wie sind die Urlaubszeiten?

Sie sollten also nicht nur abwarten, sondern selbst Fragen stellen. Damit zeigen Sie, dass Sie sich mit dem Arbeitgeber auseinandergesetzt haben. Zudem wird für Sie schnell klar, ob sich das Unternehmen auch gut vorbereitet hat und genau weiß, welche Aufgaben Sie übernehmen sollen und welche Unternehmsstruktur vorherrscht. Falls die Antworten auf Ihre Fragen nur sehr vage und nicht kompetent sind, dann ist das ein ernstes Alarmzeichen für schlechte Arbeitsbedingungen.

Verhalten

Im Prinzip ist so ein Vorstellungsgespräch wie die erste Fahrstunde: Sie müssen auf sehr viele Dinge achten und dabei nicht vom Weg abkommen. Lassen Sie sich aber nicht verrückt machen. Nicht jede einzelne Bewegung oder Geste wird Ihr Gegenüber als Ausdruck Ihrer Persönlichkeit interpretieren. Eigentlich ist es ganz einfach: Schauen Sie dem Gegenüber interessiert in die Augen, seien Sie aufmerksam, verschränken Sie nicht die Arme, sprechen Sie deutlich und lächeln Sie auch mal. Da in der heutigen Zeit ein Vorstellungsgespräch meistens nicht ausreicht, um einen neuen Job zu bekommen, sollten Sie die Chance wahrnehmen und jedes Vorstellungsgespräch auch als Übung betrachten, um Ihre kommunikativen Fähigkeiten in einer Stresssituation zu verbessern.

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